//Hyaluron für glatte, pralle Haut – Facelifting auf die sanfte Tour

Hyaluron für glatte, pralle Haut – Facelifting auf die sanfte Tour

2018-12-15T15:03:33+00:0027.09.2018|

Hyaluronsäure ist eine körpereigene Substanz, die bereits seit Jahrzehnten auf vielfältige Weise in der Medizin zum Einsatz kommt – so etwa als zusätzliche Gelenkschmiere bei Arthrose, zur Förderung des Heilungsprozesses bei Wunden und zur Befeuchtung von trockenen Augen. Es handelt sich um einen Mehrfachzucker, der in fast jeder Zelle zu finden ist und sich vor allem durch die Fähigkeit auszeichnet, große Mengen Wasser zu binden. So wird nicht nur die Beweglichkeit von Gelenken gefördert, auch Muskeln, Sehnen und nicht zuletzt die Haut werden mit wertvoller Feuchtigkeit versorgt.

Warum strafft Hyaluron die Haut?

Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass Hyaluronsäure in der Lage ist, die Fibroblasten in den unteren Hautschichten zu aktivieren – spezielle Zellen, die für die Produktion von Kollagen verantwortlich sind. Die Folge: Die Haut wird glatter und praller. Zwar produziert der menschliche Körper selbstständig Hyaluronsäure, die Produktion nimmt mit zunehmendem Alter jedoch rapide ab. Spätestens dann, wenn sich die ersten Fältchen bemerkbar machen, kann es also sinnvoll sein, die Haut von außen mit Hyaluronsäure zu versorgen.

Creme oder Injektion?

Eine Gesichtscreme, die Hyaluronsäure enthält, versorgt die Haut sofort mit Feuchtigkeit. Falten werden auf diese Weise sicht- und spürbar geglättet. Leider hält dieser Effekt meist nur wenige Stunden an, da das Hyaluron nur die oberen Hautschichten erreicht. Eine Injektion mit Hyaluronsäure bietet hingegen den Vorteil, dass der Wirkstoff direkt in tiefere Hautschichten transportiert wird, wo er über einen längeren Zeitraum seine Wirkung entfalten kann.

Doch Vorsicht: Eine Injektion mit Hyaluronsäure ist nur dann empfehlenswert, wenn es sich um einen hochwertigen Hyaluronfiller handelt, dessen Wirksamkeit und Verträglichkeit in klinischen Studien belegt wurde.

Injektion nur beim Facharzt durchführen lassen

Wer sich für eine Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure entscheidet, sollte die Behandlung unbedingt in einer erfahrenen Praxis durchführen lassen. Denn: Bei Behandlungsfehlern ist das Risiko für Nebenwirkungen recht groß: So kommt es bei mangelhafter Hygiene häufig zu Infektionen. Kommt ein sehr zähflüssiger Filler zum Einsatz und wird dieser nur oberflächlich unter die Haut gespritzt, bilden sich zudem häufig Knötchen und sichtbare Stränge. Im Idealfall wird die Injektion daher von einem plastisch- ästhetischen Chirurgen durchgeführt.

Weitere Filler im Überblick

Kein anderer Filler kommt so häufig zum Einsatz wie Hyaluronsäure. Eine der wenigen Alternativen ist Kalziumhydroxylapatit (synthetisches Knochenmehl). Es füllt die Falten auf und stimuliert die Produktion von neuem Bindegewebe. Andere Materialien finden in Deutschland kaum noch Verwendung. So ist die Gewinnung und Aufbereitung von Eigenfett sehr schwierig, und der Effekt einer Unterspritzung hält nicht sehr lange an. Auch die Behandlung mit Milchsäure muss in kurzen Abständen wiederholt werden. Permanentfiller wie Silikon und Acrylate, die sich im Körper nicht abbauen, wird von nahezu keinem Arzt mehr verwendet. Das Risiko für Komplikationen wie etwa bleibende Knoten oder immer wiederkehrende Entzündungen ist hier einfach zu groß – selbst Jahrzehnte nach der Injektion.

Fazit

Unterspritzungen mit Hyaluronsäure haben sich bei der Faltenbekämpfung bewährt. Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen und um das Risiko für Nebenwirkungen zu minimieren, sollte die Injektion jedoch ausschließlich von einem Facharzt für plastische- und ästhetische Chirurgie durchgeführt werden. Dieser weiß ganz genau, welches Präparat für den jeweiligen Zweck am besten geeignet ist und worauf es beim Spritzen konkret ankommt.