//Ein pralles Dekollete für den Sommer dank Bauchfett & Co

Ein pralles Dekollete für den Sommer dank Bauchfett & Co

2018-04-10T14:59:34+00:0010.04.2018|Allgemein|

Zunächst einmal denken viele Frauen, die sich die Brust vergrößern lassen möchten, über eine klassische Behandlung mit Implantaten nach. Dennoch gibt es inzwischen durch die Brustvergrößerung mit Eigenfett eine bewährte Alternative. Die zurückbleibenden Narben sind sehr klein und deshalb kaum sichtbar. Zudem wirken Optik und Haptik im Anschluss sehr natürlich. Ein weiterer Vorteil ist die natürliche Reduzierung der Problemzonen. Auf Fremdmaterial kann bei der Behandlung komplett verzichtet werden, was für viele Frauen ebenfalls eine große Rolle spielt. 

 

 

Wie läuft die Brustvergrößerung mit Eigenfett eigentlich ab?

Die Operation zur Brustvergrößerung mit Eigenfett kann in drei Komponenten aufgeteilt werden:

– Entnahme des Eigenfetts
– Bearbeitung und Aufbereitung
– Transplantation und Verpflanzung

 

Zuerst einmal wird an gut gepolsterten Stellen Eigenfett entnommen. Bei diesen Körperarealen kann es sich zum Beispiel um die Oberschenkel, den Bauch, den Po oder die Reiterhosen handeln. Das entnommene Fett wird dann mit einer Kochsalzlösung gewaschen im vorhandene Gewebeanteile und restliches Blut zu entfernen. Mittels einer speziellen Technik und Kanülen wird das Eigenfett im Anschluss über kleine Zugänge, also eine geringe Anzahl an ein bis zwei Millimeter großen Einschnitten in der Haut, fächerartig in die Brust eingepflegt. Bei dieser Arbeit muss sehr akribisch vorgegangen werden, damit das Fett nicht in der Brustdrüse landet, sondern nur in den umliegenden Bereichen verteilt wird. Das Fett kommt direkt unter die Haut oder in den Bereich zwischen Brustdrüse und Haut. Auch unter die Drüse oder um die Brustmuskulatur herum kann das Eigenfett verteilt werden.

 


Wie oft muss die Prozedur wiederholt werden?

Nicht jede eingesetzte Fettzelle heilt ein. Die Rate liegt hier in der Regel bei 50 bis 70 Prozent. Somit kann der Brustumfang nach einer Behandlung um eine halbe oder eine ganze Körbchengröße erweitert werden. Nach der ersten Behandlung fallen die Veränderungen oftmals nur sehr gering aus. Zum Teil liegt die Einheilungsrate der Fettzellen nach dem Ersteingriff sogar unter der 50-Prozent-Marke. In seltenen Fällen kann es sogar vorkommen, dass das verpflanzte Fett vollständig verloren geht. Damit die Brust weiter vergrößert werden kann, sind im Rahmen der Behandlung mehrere Sitzungen notwendig. Dabei ist es wichtig, dass zwischen den einzelnen Operationen mindestens drei Monate liegen. 

 

 

Welche Vorbereitungen sind vor der Behandlung notwendig?

Die Patientin sollte immer über die Behandlung im Bilde sein, weshalb frühzeitig ein sehr akribisches, präoperatives Aufklärungsgespräch mit dem behandelnden Arzt stattfinden sollte. Gerade bei einem ästhetischen Eingriff kann dieses Gespräch sehr zeitintensiv sein. Nur wenn es gelingt, zwischen Arzt und Patientin ein stabiles und enges Vertrauensverhältnis zu schaffen, macht der Eingriff wirklich Sinn. Im Rahmen der präoperativen Vorbereitung muss eine punktgenaue Eigen- und Familienanamnese durchgeführt werden. Gerade im Hinblick auf erblich bedingte, bösartige Brusterkrankungen ist dieser Schritt unumgänglich.

 

 

Wann wird eine Brustvergrößerung mit Eigenfett durchgeführt?

Eine Brustvergrößerung mit Eigenfett wird nicht nur aus ästhetischen Gründen durchgeführt. Auch nach einem Verlust der Brust kann diese durch die Eigenfettverpflanzung wiederhergestellt werden. Mit dieser Methode können sogar angeborene Fehlbildungen der Brust ausgeglichen werden. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die Trichterbrust oder vorhandene Asymmetrien.

 

 

Welche Komplikationen können auftreten?

Wie bei jedem operativen Eingriff, kann es auch bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett zu allgemeinen Komplikationen kommen. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Blutergüsse, Blutungen, die Verletzung von anderen Körperteilen, Infektionen oder speziellen Komplikationen, die während oder nach der Operation auftreten können.

Gerade bei der Verpflanzung von Eigenfett zur Brustvergrößerung können Fibrosierungen (Verhärtungen), Fettnekrosen (Absterben von Fettgewebe), Ölzysten (weniger als 50%), Kalzifizierungen und in sehr wenigen Fällen eine Fettembolie auftreten. Als Komplikation gilt auch der Volumenverlust. 

Wo das Eigenfett entnommen wurde, kann es zu Seromen (Wundwasseransammlung), Ödemen (Wassereinlagerung im Gewebe), Hautnekrosen, Schwellungen, Taubheitsgefühl oder Empfindungsstörungen kommen. Auch Narben, Hautfarbenänderungen, Konturunregelmäßigkeiten (Dellen), Asymmetrien und Juckreiz sind möglich.