//Aspekte der Nasenkorrektur/Rhinoplastik

Aspekte der Nasenkorrektur/Rhinoplastik

2016-06-22T16:56:03+00:0022.06.2016|Allgemein|

Aspekte der Nasenkorrektur/Rhinoplastik – funktionell und ästhetisch

Eine Nasenkorrektur dient dem Zweck, die Nasenform den restlichen Gesichtszügen anzupassen und somit ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen. 
Zusätzlich zu den ästhetischen spielen aber auch die funktionellen Aspekte eine wichtige Rolle. Dazu gehören z.B. der Atemfluss oder der Geruchssinn. Dass die Funktion der Nase unverändert bleibt, ist essentiell bei einer ästhetischen Nasenoperation. Andersrum darf natürlich ein funktionsverbessernder Eingriff nicht die Form der Nase negativ beeinflussen.

Notwendige Vorbereitungen und Voruntersuchungen

An allererster Stelle steht natürlich die gute Kommunikation mit dem behandelnden Chirurgen. Bei einer ästhetischen Nasenkorrektur prüft der Chirurg zunächst die anatomische Ausgangssituation des Patienten, außerdem die Struktur des knorpeligen und knöchernen Nasengerüstes. Auch der Zustand Ihrer Haut sowie Ihr Alter spielen hierbei eine Rolle. Bei der Planung für die Nasenkorrektur muss der Chirurg die Nase dann in Relation zum restlichen Gesicht setzen und auch die Größenverhältnisse der einzelnen Nasenkomponenten berücksichtigen. Im Normalfall gibt es eine Fotodokumentation des Ausgangszustandes. In einigen Fällen findet auch eine Simulation am Computer statt, die jedoch vom Endergebnis abweichen kann.

Verlauf der Operation

Nasenoperationen gehören zur plastisch-ästhetischen Chirurgie. Je nach Größe des Eingriffs wird dieser unter Vollnarkose oder im Dämmerschlaf durchgeführt und dauert ca. ein bis zwei Stunden. Außerdem erhält der Patient ein gefäßverengendes Mittel. Das verhindert übermäßige Blutungen der Schleimhäute. Ein Aufenthalt von mindestens einer Nacht nach der Operation wird empfohlen.

Bei einer ästhetischen Nasenkorrektur gibt es kein standartmäßiges Vorgehen. Jeder Ausgangsbefund eines jeden Patienten ist unterschiedlich, die Operation muss jedes Mal individuell geprüft und geplant werden.

Es gibt drei verschiedene Arten der Nasenkorrektur. Bei der reduzierend-rekonstruktiven Korrektur wird die Nase verkleinert, bei der augmentierend-rekonstruktiven wird die Nase vergrößert. Bei der korrigierend—rekonstruktiven Operation wird die Nase begradigt. Im Gegensatz zu den ersten beiden Operationen muss hier meistens auch eine Fehlstellung der Nasenscheidewand behoben werden. Das kann auch zu Veränderungen bei der Form von z.B. der Nasenspitze oder dem Winkel zwischen Oberlippe und Nase führen.

Nach der Operation

Nach der Operation treten in den meisten Fällen Schmerzen im Wundbereich auf, die jedoch relativ schnell abklingen. Außerdem können im gesamten Nasenbereich sowie im Wangen- und Unterlidbereich Schwellungen und Blutergüsse auftreten.

Nach ca. 10 bis 14 Tagen wird die Schiene um die Nase entfernt und durch einen leichteren Pflasterverband ersetzt, der die Nase weiterhin stützt. Schmerzen und alle weiteren Beeinträchtigungen sollten eine Woche nach der Operation größtenteils abgeklungen sein. Eine leichte Druckempfindlichkeit im Nasenbereich kann noch für einige Wochen anhalten. Die Heilung im inneren Nasenbereich dauert ca. drei bis vier Wochen. In Absprache mit dem behandelnden Arzt können Nasensprays oder pflegende Präparate benutzt werden, die das Abschwellen und die Regeneration unterstützen.

Nach drei bis sechs Monaten (und ggf. nach einem Jahr) gibt es nochmal eine Untersuchung zur Kontrolle und endgültigen Beurteilung des Ergebnisses.

Risiken und potentielle Schwierigkeiten

Im Normalfall birgt eine ästhetische Nasenkorrektur wenig bis keine Risiken. In ganz seltenen Fällen kann z.B. der Tränenkanal verletzt werden, die Wunde kann sich infizieren oder es kann zu Knorpelschäden kommen. Es besteht ebenfalls die seltene Möglichkeit einer (Nach-) Blutung, die im schlimmsten Fall zu einem veränderten Ergebnis der Operation führt. Außerdem kann es kurz nach dem Eingriff zu kleineren Unebenheiten kommen, die sich oft selbst zurückbilden, manchmal jedoch nur mit Hilfe einer Nachkorrektur entfernt werden können.

Sollte der Patient oder der Chirurg mit dem Ergebnis der Nasenkorrektur nicht zufrieden sein, besteht die Möglichkeit eines erneuten Eingriffs. Dies ist jedoch nur in Ausnahmefällen zu empfehlen, da das gewünschte Ergebnis nicht garantiert werden kann. Generell sollte man mindestens sechs Monate warten, bis man eine erneute Operation in Erwägung zieht. Im manchen Fällen ist die endgültige Form der Nase sogar erst nach einem Jahr sichtbar.

Worauf man achten solle

Vor dem Eingriff

  • den richtigen Chirurg auswählen, Qualifikationen recherchieren
  • Aufklärung über mögliche Risiken und Nebenwirkungen der Operation
  • bis zu zehn Tage sollten nach der Operation zur Regeneration eingeplant werden
  • Angaben zu vorherigen Operationen, Allergien, der Einnahme von Medikamenten, Nasennebenhöhlenerkrankungen müssen gemacht werden
  • Medikamente, die gerinnungs- oder thrombozytenfunktionshemmend sind, dürfen im Zeitraum der Operation nicht eingenommen werden
  • bei Einnahme der Antibabypille besteht ein Thromboserisiko, das mit dem Frauenarzt besprochen werden sollte
  • ca. eine Woche vor der Operation langes Sonnenbaden oder das Solarium meiden
- so wenig Nikotin und Alkohol wie möglich konsumieren

Nach dem Eingriff

  • intensive Wärme meiden (z.B. Sauna, direkte Sonneneinstrahlung, heißes Duschen)
  • keine anstrengenden körperlichen Aktivitäten (sportlicher und sexueller Art)
  • bei Bluthochdruck sollte auf einen konstanten Blutdruck nach der Operation geachtet werden
  • Brillenträger sollten eventuell nach der Operation temporär eine andere Sehhilfe verwenden